Donnerstag, 9. Juli 2026

Rehe, Hasen und Wildgänse

Der Wecker klingelt heute, am Donnerstag, mal wieder um 4:45 Uhr, um kurz nach fünf bin ich tatsächlich auf der Piste. Meine Frau hat sich mit ihrer befreundeten Nachbarin ebenfalls für diese frühe Uhrzeit verabredet, weil die beiden aber pacemäßig merkbar anders unterwegs sind als ich lahme Ente, laufen wir zunächst getrennte Routen. Der frühe Wurm fängt den Fisch.

35 Minuten am Stück stehen heute also an, das ist der längste zusammenhängende Lauf bis hier. Laut Elmar soll ich in den nächsten fünf Wochen möglichst auf 50 Minuten durchgehende Belastung steigern, das kann ich mir noch immer nicht wirklich vorstellen. Von den Durchhaltefähigkeiten eines Karibus bin ich weit entfernt, aber alles hat seine Zeit, alles hat seinen Anfang. Der Elefant geht also joggen.

Nach ca. 25 Minuten holen mich die zwei flinken Gazellen trotz längerer Route ein und wir laufen ein Stück zusammen, bis meine 35 Minuten um sind und ich in die Gehpause komme. Bis dahin ist die Sonne hinter dem Horizont noch nicht aufgegangen, das Licht und die Atmosphäre sind heute früh nochmal besonders, auch wenn mein Fokus eher darauf liegt, einen Schritt vor den nächsten zu machen und die Natur nur am Rande zu bemerken. Die Luft ist wieder kühl und klar, das ist eine Wohltat.

In der Folge begegnen uns auf den Feldern an unterschiedlichen Stellen kurz hintereinander je ein Rudel der im Titel benannten Rehe, Hasen und Wildgänse, welche mich zu den animalischen Beschreibungen in diesem Post inspirieren. Ohne die Hinweise der Mädels hätte ich sie womöglich gar nicht bemerkt. 

Meine Frau macht dieses Foto, als sie mich einholt.

Pic or it didn't happen.

Dieser Post wird in Zukunft sicher nochmals überarbeitet werden, die Formulierungen stinken zum Himmel wie ein Iltis. Genug für heute.

[Woche: 21, Einheit: 49, Kilometer: 154]  

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