Morgens bereits um fünf Uhr Laufen zu gehen hat seine Vorteile, wenn man sich das nur lange und oft genug einredet.. ähm, nein. Heute ging es "erst" um halb acht auf die Piste und mein lieber Scholli, was für ein Unterschied, die Vorteile des früher Loslaufens liegen doch sehr offenkundig und unübersehbar auf der Hand. Das aktuelle Hochdruckgebiet Ende Juni 2026 ist erbarmungslos, bereits nach wenigen hundert Metern wische ich mir regelmäßig den Schweiß aus dem Gesicht, gefühlt wollen die ersten Minuten heute überhaupt nicht vergehen. Es ist heiß, es ist anstrengend, die ersten 30 Minuten fühlen sich unendlich lange an, am Ende fühle ich mich innerlich halb vertrocknet. Dagegen fällt das frühe Aufstehen als Alternative eindeutig leichter (auch ein Satz, den ich vor 10 oder 15 Jahren sicher nicht so getätigt hätte).
Mit der heutigen Einheit ist das eine oder andere Narrativ aus dem Februar aber überholt und nicht mehr länger haltbar, das ist eine recht schöne Belohnung für die Anstrengungen. "Ich will doch eigentlich nur wieder 30 Minuten am Stück Joggen können und danach nicht tagelang irgendwelche Blessuren mit mir herumtragen." Ich würde sagen: Mission accomplished, der nächste Meilenstein ist gesetzt. Heute war ich nicht nur 30 Minuten am Stück joggen, denn nach einer 2-minütigen Gehpause wurden nochmals 15 Minuten hintendran gehängt, die Hausrunde mit gut 5,5 Kilometern wurde mit nur einer mehr oder weniger kurzen Gehpause durchgezogen. Über die Pace reden wir nicht, es geht ums Ankommen.
Weiterhin habe ich im Juni die 50 Kilometer Distanz in Summe klar und überdeutlich gerissen, und der Monat ist obendrein noch nicht einmal vorbei - in Sachen Dauer und Entfernung geht es Monat für Monat nur in eine Richtung. Höher, Schneller, Weiter hat wieder Einzug gehalten, ist für mich aber nur Randnotiz. Reden wir dafür aber auch über Beschwerden, über den Preis für diesen Fortschritt: Der Gluteus medius meldet sich seit ein, zwei Wochen spürbar lauter und kommt immer wieder in meinem Alltag an, das ist bisweilen nervig und unangenehm. Ich bin neugierig, was Elmar dazu sagt.
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| Sie fragen, Elmar antwortet. |
Immer wieder zieht und drückt es links im Gesäß, ich steuere mit Dehnübungen und ein wenig Gymnastik dagegen, um dies zu lindern. Alles halb so wild, meint Elmar, interessant. Er empfiehlt, den aktuellen Status zu halten und nicht weiter zu steigern. Aber was ist mit meinem Ziel, wird das nicht dadurch gefährdet? Vermutlich nicht. Es sind noch 3 Monate Zeit, das sollte sich ausgehen.
[Woche: 19, Einheit: 44, Kilometer: 127]






