Montag, 14. September 2026

Generalprobe

Wieder daheim geht es jetzt endgültig in die heiße Phase der Vorbereitung, in dieser Woche gibt es wieder drei Einheiten, die es allesamt deutlich in sich haben. Zum Aufgalopp am Dienstag starten wir mit knapp 9 km mit 13/2-Intervallen, am Donnerstag laufen wir über eine Stunde komplett durch und am Sonntag absolvieren wir die Generalprobe mit gar über 15 km, ebenfalls wieder in 13/2, diese Taktung hat sich als Quasi-Standard in den letzten Wochen etabliert.

Somit schrubben wir deutlich über 30 km binnen einer Woche runter, wobei der Lauf am Sonntag noch massiv nachhallt. Das war zu erwarten, damit habe ich gerechnet. Der Gluteus medius meldet sich nach Kilometer zehn wieder, ist aber mit etwas Dehnen und Gymnastik in der nächsten Gehpause wieder halbwegs in den Griff zu bekommen. Die Anstrengung auf dem letzten Kilometer ist immens, aber ich erinnere mich daran, dass das früher auch schon so war.

Interessehalber tracke ich den Lauf und wie ich vermutet habe, ist die Pace unterirdisch, jeder ambitionierte Läufer wird ungläubig den Kopf schütteln: Sofern ich in zwei Wochen finishe, wird die Zeit eine drei vor dem Doppelpunkt haben. Ich selbst bin damit absolut fein, es geht mir seit Beginn der Mission einzig darum, ins Ziel zu kommen, schon allein aufgrund meiner persönlichen körperlichen Verfassung mit noch immer deutlich über 90 Kilo auf der Waage.

Ab in den Wald.

Ich fühle mich bereit, in zwei Wochen an den Start zu gehen und die Mission erfolgreich abzuschließen. Das war das Ziel und das ist ein gutes Gefühl, ich bin recht stolz und zufrieden mit der Entwicklung der letzten Wochen und Monate. Auch den Wettkampf kenne ich noch und werde hoffentlich nicht in die Falle tappen, am Wettkampftag nochmal etwas besonders Verrücktes auszuprobieren.

Elmar stimmt zu.

Die nächsten zwei Wochen werden vergleichsweise entspannt, es geht jetzt nur noch um etwas Mobilisierung und den Kreislauf oben zu halten. Generalprobe geglückt.

[Woche: 30, Einheit: 70, Kilometer: 317]

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