Heute geht es zum inzwischen bereits zweiten Mal durch den Wald. Dabei soll die Strecke im Vergleich zum letzten Mal noch etwas erweitert werden, um auf knapp anderthalb Stunden Laufzeit zu kommen: Die zuletzt genommene "Abkürzung" wird ausgelassen und stattdessen die "normale" Route genommen. Zu meiner Freude hat der kleinste Sohnemann sich uns heute interessehalber angeschlossen und aufs Rad geschwungen, er möchte mit uns den Wald erkunden. Geplant waren 14/2-Intervalle bei gewohnt lächerlicher Pace, damit die Dauerbelastung in die Muskeln und Knochen reinkommt.
Soweit die Planung. Allein, wenn man die örtlichen Gegebenheiten nicht 100%ig kennt, dann kann es eben sein, dass nach ein paar hundert Metern hinter einer Abbiegung der geschotterte Weg einfach im Nichts endet, Wälder haben ihre eigenen Gesetze oder zumindest Wege. Dann steht man unvermittelt vor meterhohem Gras, Brennnesseln [sic!], umgestürzten Bäumen, Ästen und tiefen Furchen im Boden. Die Vermutung "In zwanzig, dreißig Metern geht der Weg sicher/vielleicht/eventuell weiter" wird samt geschultertem Kinderfahrrad nach ein paar endlos erscheinenden Minuten als Irrtum verworfen, also dreht man um und nimmt den nächsten Abzweig, der dummerweise sogleich auch im Nichts endet.
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| Auf dem richtigen Weg. |
Alles in allem sind wir gute zwei Stunden unterwegs inklusive zwischenzeitlicher Orientierungslosigkeit. Sogleich wird daheim die gewählte Strecke analysiert und der Fehler gefunden, die Entfernung war offenbar deutlich zu lange, aber die Belastung war, unter Berücksichtung aller widriger Umstände, sehr okay, aber das möchte ich gerne zur Sicherheit schnellstmöglich überprüfen. Am Dienstag gibt es das Ganze gleich nochmal, dann hoffentlich ohne Umwege.
[Woche: 25, Einheit: 59, Kilometer: 222]

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