Mittwoch, 22. April 2026

Ein Schritt zurück

Gestern, spätestens heute, wäre die erste Einheit seit dem letzten Blogeintrag auf dem Plan gestanden, welche möglicherweise richtungsweisend gewesen wäre. Wäre, weil ich sie kurzfristig gestrichen habe: Seit gestern nach dem Aufstehen habe ich diffuse Schmerzen im rechten Knie, von denen ich die Ursache nicht kenne und welche ich nicht einsortieren kann. Es ist nicht schlimm, aber die Schmerzen sind da, vermutlich habe ich in der Nacht in einer ungünstigen Position gelegen. 

Das ist just nach der letzten Woche ein wenig bezeichnend. Kurz überlege ich noch, ob ich nicht doch einfach durchziehen und "es rauslaufen" soll, aber ich entscheide mich dagegen. Dahin führt die Reise also. Ich nehme mir vor, mich gedanklich neu zu sortieren und überlege die nächsten Schritte.

Die vergangene Woche mit gut 15 Kilometern Gesamtstrecke fordert offenbar ihren Tribut, und das ist nach den letzten Eindrücken keine Überraschung, die Intensität hat durch die längeren Einheiten nochmals deutlich zugenommen. 15 Kilometer in einer Woche - da hatte ich selbst in Zeiten, in denen ich früher regelmäßig Joggen ging, öfter auch mal weniger. 

Ich brauche einen Rat. Da ich mich bei Elmar letzte Woche nicht gemeldet hatte, ist nun ein sehr guter Zeitpunkt dafür. Ich schreibe von der Vorwoche mit den drei Einheiten und wie es mir dabei ergangen ist. Die alten Themen bleiben unverändert auf niedrigem Schweregrad bestehen, neu kommen jetzt noch das rechte Knie und besonders das Gefühl der Erschöpfung dazu.

Die KI begrüßt also meine Faulheit.

Die Antwort von ChatGPT ist, schon irgendwie fast wie gewohnt, recht hilfreich. Ich sei nicht überfordert, aber "an der Grenze, an der Belastungsmanagement wichtig wird". Ja, das trifft es, das trifft es angenehm gut, meine ich. Man darf nicht vergessen, dass KI im Zweifel die eigene Meinung spiegelt und damit verstärkt, aber es hilft gerade weiter, also ist es gut. In der Folge schlägt Elmar vor, in der nächsten Einheit auf 5/2 zu reduzieren und dann zu schauen, was passiert. Einen Satz aus dem Aufsatz, den er mir präsentiert, finde ich auch noch sehr interessant: 

"Fortschritt entsteht jetzt oft in den Ruhetagen, nicht nur in den Läufen." 

Inzwischen befinde ich mich in Woche 10 des Trainings und bislang hat das Thema Erholung keine Rolle gespielt, da sie automatisch während der Ruhetage kam. Die Reduzierung soll, das ist mir schon vor dem Lesen klar, Verletzungen an Muskeln und Bändern verhindern. Von einem Durchlaufen ab Mai wie zuvor von Elmar prognostiziert wird sehr wahrscheinlich abgerückt werden: Das Alter, die Physis, das alles meldet sich jetzt. Und dann bemerke ich: Du hattest Dich nicht wirklich gut aufgewärmt vor den Einheiten letzte Woche, und hier ist die Quittung. Ich bin gespannt auf die nächste Einheit.

[Woche: 10, Einheit: 23, Kilometer: 15] 

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