Dienstag, 17. März 2026

Laufen 8.0

Die neue Trainingswoche startet also mit 3 Minuten Laufen (Joggen) und 2 Minuten Gehen, weiterhin bei einer Gesamtdauer von gut einer halben Stunde, dazu wird die Einheit heute am Handy aufgezeichnet. Der kurzfristig frisch installierte Runkeeper will sich vorerst und so schnell und ad hoc noch nicht mit meinem alten Konto verbinden, also muss die Aufzeichnung via Galaxy Fit 3 ausreichen. 

Weil das gewohnte Streckenprofil aus dem Dorf heraus und über die Felder teilweise sehr stark hügelig ist und recht unangenehme längere Anstiege von 10% und mehr besitzt, werden wir die Route bis auf weiteres abwandeln. Bislang hatten wir die Steigungen immer recht gut so getroffen, dass sie in die Gehphasen fielen, wofür ChatGPT mir übrigens auch ein Lob aussprach. Das wird mit den zukünftig immer mehr verlängerten Laufphasen so nicht mehr funktionieren.

Wir nehmen eine neue, deutlich flachere Route. Diese führt nicht über die Felder, sondern durchs Wohngebiet am Ortsrand (in unserem Dorf ist alles irgendwie Ortsrand), wo wir uns mehr oder weniger jederzeit auf dem Präsentierteller befinden. Bislang hat von den Nachbarn oder Bekannten in der Gemeinde noch niemand groß mitbekommen, dass wir wieder regelmäßig joggend unterwegs sind, aber das wird aller Voraussicht nach nicht mehr lange Bestand haben und bald zu interessierten Nachfragen führen.

Direkt im ersten Laufteil, also noch ganz zu Beginn, wir sind noch kaum wirklich unterwegs, spannen sich die hinteren Muskeln unvermittelt allesamt stark an, es ist um kurz nach sieben Uhr morgens Mitte März noch relativ kalt und die Muskeln sind es auch. Sofort wird die Geschwindigkeit reduziert und erst im nächsten Laufabschnitt wieder erhöht. Die KI ist da nachsichtig, das weiß man jetzt.

Aufgezeichnet mit Galaxy Fit 3.

Die Samsung Galaxy Fit 3 ist eine recht okaye Fitness-Uhr mit ein paar ganz netten Funktionen. Für meine Zwecke ist sie völlig ausreichend: Ich wollte etwas, das den Puls direkt am Handgelenk messen kann und eine Stoppuhr hat, dazu erhoffte ich mir beim Kauf ein paar zusätzliche Funktionen, von denen ich bis dato noch nicht wusste, dass ich sie gerne hätte. Diese Hoffnung hat sich nun erfüllt, ich tracke den Lauf über die Uhr. 

Die Kommunikation mit dem Smartphone, es ist auch ein Samsung Galaxy, funktioniert automatisch und reibungslos. Für jemanden Ende vierzig, der das Thema "Kommunikation zwischen zwei Geräten" trotz Beteuerungen der Hersteller, das sei alles ganz leicht und einfach, noch ganz anders kennt und schon Stunden fluchend ob der mangelhaften Technik verbracht hat, ist das eine Wohltat. Die Samsung Health App hat auch direkt nach Beendigung der heutigen Einheit die Daten bereits aufbereitet und stellt sie recht komfortabel zum Download bereit. Ich lade sie auf ChatGPT hoch.

ChatGPT mag mich.

Wie genau die Analyse in der Folge tatsächlich ist, vermag ich nicht zu beurteilen, KI schwafelt auch schon mal etwas zusammen und wird dadurch ungenau. Dagegen sind meine persönlichen Anmerkungen zu den Beschwerden natürlich eine wahre Goldgrube an Informationen, die es abzuarbeiten gilt. Elmar hält mich vermutlich für einen wehleidigen Waschlappen.

Die KI ist jedoch formal sehr zufrieden mit der sofortigen Reduzierung der Geschwindigkeit bei dieser "sehr sauberen Trainingseinheit", so käme man verletzungsfrei Richtung Halbmarathon. 

Vor dem Lauf ist vor dem Lauf.

Das Warmgehen soll ab der nächsten Einheit mittels etwas Gymnastik erweitert werden. Alles klar, das sollte machbar sein. Noch ist der Zeitaufwand pro Einheit mit jeweils gut einer halben Stunde mehr als überschaubar, somit befindet sich alles im grünen Bereich. Auf meine Rückfrage, ob der nächste Lauf erneut getrackt werden solle oder ob eine Rückmeldung in Textform ausreichen würde, bekomme ich erstaunlicherweise die Info, dass ein kurzer Text völlig ausreichend sei. Man lese und staune, zusätzliche Daten nicht erforderlich - vermutlich kostet das Einlesen der xml-Datei wertvolle CPU, welche nicht verschwendet werden soll.

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